06
JUL
2016
AVID ACUTUS Reference Mono SP: Supertest beim "LP"-Magazin

In der Ausgabe 5/2016 des "Magazins für analoges HiFi & Vinyl-Kultur" LP findet sich ein Test der ultimativen Ausbaustufe des AVID-Laufwerks Acutus mit der allein 20.000 € Aufpreis kostenden Stromversorgung und DSP-gesteuerten Laufwerksteuerung "Reference Mono". Das insgesamt 34.000 € teure Laufwerk (UVP) gefiel LP-Chefredakteur Holger Barske so gut, dass sich seine Ausführungen zum Hörtest so lesen:

 

"Dass dieser Acutus etwas Besonderes ist, daran ließ er schon nach wenigen Takten überhaupt keine Zweifel. Zunächst galt es die Frage nach dem geeigneten Tonabnehmer zu klären: Ist dieser Acutus eher ein Etna- oder ein Atlas-Typ? Die beiden charakterlich leicht unterschiedlichen Top-Lyras machen einem die Wahl hier nicht leicht, letztlich habe ich mich fürs etwas drahtigere Etna entschieden. Das liegt daran, dass das ungeheuer beeindruckende Atlas am großen Avid-Dreher tatsächlich ein bisschen drüber ist. Das Laufwerk holt so viel Energie und Spannung aus der Rille. dass der Auftritt mit dem Atlas fast ein wenig ins Artifizielle zu kippen droht. Das strammere und kantigere Etna passt hier besser, tatsächlich verstehe ich sogar langsam, warum Conrad Mas auf Messen immer mit relativ ‚zivilen’ MM-Abtastern verführt. Dieses Laufwerk zumindest kann ein paar Dinge zu Gehör bringen, die absolut erstaunlich sind. Willst du Antrieb hören, nimmst du Klavier. Fällt dir nichts Besseres ein, greifst du zum ‚Köln Concert’. Um unmittelbar festzustellen, dass das die goldrichtige Idee war: Was diese Kombination an Intensität und Strahlkraft aus jedem einzelnen von Keith Jarretts Anschlägen zaubert, ist atemberaubend. Der Acutus brilliert durch eine faszinierend flüssige Wiedergabe mit unglaublich vielen Details; Dinge, die andernorts einfach untergehen. Was nicht überrascht: Er spielt extrem dynamisch, das Geschehen spielt sich vor einem ungewöhnlich schwarzen Hintergrund ab. Ach, das war gar kein Rillenrauschen? Erstaunlich. Auch wenn der Aufwand mit klarem Verstand nicht wirklich nachvollziehbar ist – irgendwas ist dran an Conrad Mas‘ Superantrieb. Um ein solches Maß an Selbstverständlichkeit und Ausdrucksstärke mit der Schallplatte realisieren zu wollen, sind enrerne Maßnahmen erforderlich. Ja, ein Air Force III mit vergleichbarer Arm- und Systembestückung kann das auch, der allerdings auch nicht viel günstiger als dieses sehr erstaunliche Spitzenmodell aus England.

 

Unterm Strich

Irrsinn? Klar. Aber mit Methode. Tatsache ist, dass ein Avid Acutus wohl nie so flüssig und detailliert gespielt hat wie mit der Wahnwitzversorgung der ‚Reference-Mono-SP’-Ausbaustufe."

 

Download des Tests als PDF-Datei