08
NOV
2016
AVID INGENIUM: Supertest im MINT Magazin

Im der Anfang November erschienenen Ausgabe 8/2016 des "Magazins für Vinyl-Kultur" MINT findet sich ein lesenswerter Testbericht des AVID Plattenspieler-Einsteigermodells Ingenium. Hier Auszüge des Hörtests und das Fazit:

 

"Wie erwähnt, gehört ein Tonabnehmersystem nicht zum Lieferumfang des Avid Ingenium. Der Pro-Ject-Tonarm ist aber ein bewährtes Modell, das sich klanglich mit praktisch allen am Markt erhältlichen Abtastern verträgt – die Empfehlung des Avid-Vertriebs ist übrigens eines des japanischen Herstellers Nagaoka, was sehr gut harmonieren würde. Im Test entschieden wir uns für die Montage eines Shelter 301, das von Haus aus klanglich zu den eher forsch und knackig abgestimmten Tonabnehmersystemen zählt. An den Ingenium passte es mit diesem Charakter fast perfekt – die puristisch-luftige Optik des Tonarms wurde mit der Nagaoka-Nadel auch durch das Klangbild übertragen. Sphärisch und locker-leicht schwebend perlt so der Bösendorfer-Flügel in ‚I Can't See New York’ von Tori Amos in den Hörraum, ohne dabei den kraftvollen Grundton zu unterschlagen, der klar macht, um was für ein majestätisch klingendes Instrument es sich dabei handelt.

 

In den Tiefen kann er es auch: Wenn Udo Lindenbergs Panikorchester in ‚Einer muss den Job ja machen’ so richtig loslegt, knarzt und grummelt der E-Bass, während die Bassdrum satten Druck aufsetzt. Das geht direkt in die Magengrube, auch weil der Tiefton so schön massiv-trocken ausgeteilt wird. In der Testkonfiguration spielte uns der Avid vor allem Soul, Funk und Rock mit Herz und Seele geradewegs und ohne Umschweife um die Ohren – das passte sehr gut! Für Freunde großorchestraler Musik oder kleine Kammerkonzerte ist aber eher ein etwas zurückhaltender aufspielendes System zu empfehlen, weil der Ingenium darauf sehr feinfühlig reagiert. Insgesamt nimmt der Avid in dieser Preisklasse so etwas wie eine Leuchtturm-Position ein: konstruktiv und optisch eh, klanglich ist er – je nach montiertem System – ebenfalls ganz vorne dabei."