15. Juli 2022

Ascendo CCM10-P-Set: Referenzklasse und Highlight bei Audiovision

In Ausgabe 8/2022 des Fachmagazins Audiovision ist ein Test des Ascendo-Mehrkanalsystems CCM10-P erschienen – mit einem fantastischen Ergebnis und einer Einstufung in die Referenzklasse:

„Wie immer besonders gespannt waren die Tester auf das Hörerlebnis, das die Ascendos bieten. Und das hat es mal wieder in sich: So gut, wie das kleinere Passiv-Set aus CCMB-P und CCM6-P auch war, die neuen 10er lassen ihnen nicht den Hauch einer Chance. Das Set spielt unglaublich selbstverständlich, locker und dynamisch und geht wirklich jeden Wiedergabepegel mit. Da melden eher die Ohren der Zuhörer Protest in Form von Unwohlsein an, als dass irgendein Anzeichen von Verzerrungen das Klangbild trübt. Bei ‚Terminator – Die Erlösung‘ spielt es unglaublich selbstverständlich und schüttelt auch härteste Impulse lässig aus dem Ärmel. Am ehesten an seine Grenzen kommt hier tatsächlich das Subwoofer-Doppelpack, das irgendwann zu komprimieren beginnt. Das aber wohlgemerkt bei Lautstärken, die für zwei 30-Zentimeter­Subs absolut bewundernswürdig sind.

Faszinierend ist auch die Mühelosigkeit, mit der das Set die Räumlichkeit im Hörraum aufspannt, es sortiert die Instrumente bei Omar Hakims ‚Listen Up!‘ selbstverständlich um die Hörer und lässt nicht den Hauch eines Zweifels, wo die Musiker positioniert sind. Auch ‚They Can’t Take That Away From Me‘ mit Jane Monheit und John Pizarelli macht großen Spaß und offenbart, dass die Ascendos nicht nur laut können, sondern auch feine Details wie die Stimmtechnik von Monheit oder die Präsenzbetonung ihres Mikrofons problemlos reproduzieren. Bestens gelingt auch die Integration zwischen Subwoofern und Satelliten, bei einer am Heimkino-Prozessor eingestellten Trennfrequenz von 120 Hertz waren die Subs nie ortbar.

Tonqualität Stereo
Die Nicht-Ortbarkeit des bzw. der Subwoofer ist natürlich bei der Stereo-Wiedergabe noch wichtiger, da auch hier ein Betrieb der CCM10-P ohne die beiden Tieftonspezialisten keinen Sinn macht. Aber auch mit nur zwei Kanälen klappt das wunderbar, Bassdrum und E-Bass bei ‚Perfect Crime‘ der norwegischen Band Lava stehen da, wo sie hingehören, nämlich in der Mitte zwischen den beiden Frontboxen. Schön, dass die Ascendos bei aller Detailauflösung stets angenehm bleiben. Auch weniger gute Aufnahmen lassen sich so über das Set ohne Einschränkungen genießen, dafür sorgt schon die mühelose und präzise Räumlichkeit und die explosive Impulswiedergabe. Auch beispielsweise ‚Hello‘ von Adele bleibt so genießbar, obwohl Effekt- und Kompressionsartefakte deutlich hörbar bleiben.

Fazit
Hochwertigste Treibertechnik kombiniert mit einem Heimkino-optimierten Gehäuse ergeben beim CCM-10-P-Set von Ascendo eine überragende Klangqualität. Dank Wandmontage wirkt das Ensemble zudem äußerst unscheinbar, was den Faszinationsaspekt zusätzlich erhöht.

Plus
+ dynamisches, äußerst präzises Klangbild
+ präzise Abbildung mit breitem ‚Sweet Spot‘
+ pegelstarke, saubere Basswiedergabe

Minus
– keine Subwoofer-Raumeinmessung

Bewertung
Tonqualität 5.1-Mehrkanal: sehr gut (56/60)
Neutralität                              11/12
Dynamik                                 12/12
Sprachverständlichkeit        11/12
Auflösungsvermögen           11/12
Tiefbasseigenschaften            4/4
untere Grenzfrequenz Front  3/4
maximaler Schalldruck Bass  4/4

Tonqualität Stereo: sehr gut (23/25)
Neutralität                              4/5
Dynamik                                  5/5
Sprachverständlichkeit         5/5
Auflösungsvermögen            4/5
Tiefbasseigenschaften           5/5

Material & Verarbeitung: sehr gut (9/10)

Ausstattung: gut (4/5)

av-Wertung: sehr gut (92/100)
Referenzklasse“