28. Juni 2021

Ascendo SV-12: überragendes Testergebnis für den Power-Subwoofer

Das Online-Magazin lowbeats.de hatte den nagelneuen und im Vergleich zum weiteren Ascendo-Programm erstaunlich preisgünstigen 1.000 Euro-Subwoofer SV-12 auf dem Prüfstand und resümiert: „bezahlbarer Highend-Bass für jeden Einsatz.“

„Nachdem der SV-12 eingepegelt und in Phase angepasst war, spielte der Ascendo mit meinen aktiven Focal SM9 wie aus einem Guss. Mir fällt dazu nur ein Wort ein: passt. Dieser ‚Einsteiger-Bass‘ spielt schon nach kurzem Einstellen so gnadenlos knackig, kernig und staubtrocken präzise, als wäre er als Ergänzung zu den französischen Studiomonitoren entwickelt worden. Eine Bassdrum macht hier ein realistisches ‚Bumm!‘, kein Fump, kein Plopp, kein Boller, einfach, kurz, trocken und richtig: Bumm!

Wer einen gefällig vollmundigen Dicke-Backen-Bass erwartet, könnte beim Ascendo an der falschen Adresse sein. Wer hingegen auf extrem präzise, dabei enorm tiefschürfende Bässe steht, liegt hier hundertprozentig richtig. Denn auch seine dynamischen Reserven sind wirklich imposant: Die versprochenen 115dB konnte ich kaum ausreizen und bei 109dB geriet mein Mess-System an seine Aussteuerungsgrenze. Aber da hatte der SV-12 noch jede Menge Luft und die Verzerrungen hielten sich in Grenzen. Mächtig!

Störgeräusche mechanischer Natur oder hörbare Strömung aus den Reflextrompeten? Fehlanzeige. Und auch das Gehäuse blieb erstaunlich ruhig. So war der Subwoofer bei hohem Pegel de facto nicht ortbar. Doch wenigstens genauso bemerkenswert fand ich den Umstand, wie feindynamisch der Ascendo noch bei leisen Pegeln spielte. Mit so viel Kontrolle einerseits und dynamischer Pegelreserve andererseits machte Musik genauso viel Spaß wie krachende Science-Fiction-Action. Ein selten gelungener Spagat.

Fazit
Mit dem Ascendo SV-12 gelingt den Ansbachern ein Subwoofer der sicherlich 90% aller Anwendungen kompromisslos abdeckt. Die Konzentration auf solide Verarbeitung mit HDF-Platten, ein Tieftöner mit supersteifer Glasfaser-Sandwich-Membran und linearem Hub von ±2cm plus Reserve sind auf der akustischen Seite enorm. Die scheinbar spartanische Ausstattung auf der elektronischen Seite ist perfekt auf die typische Anwendung konzentriert – halt ohne teuren Schnickschnack. Ein Stromanschluss ohne Schutzerde und symmetrische XLR-Anschlüsse verhelfen zu einem Stör- und brummfreien Betrieb. Und die Durschleif-Ausgänge ermöglichen mehrere Woofer ohne Adapter-Bastelarbeiten zu betreiben. Konzept: Bass ‚reduced to the max‘.

Klanglich habe ich in diesem Preisbereich  noch keinen präziseren, trockeneren Subwoofer gehört, zumal mit diesen wirklich imposanten Pegelreserven. Und dass dieser so pegelfeste Bass auch leise noch so feindynamisch und sauber spielt, ist aller Ehren wert und empfiehlt ihn auch in der Kombination mit (sehr viel teureren) highendigen und ebenfalls präzise spielenden Lautsprechern. Ein dickes Lob an Ascendo: alles richtig gemacht.

Bewertung
+ Klangcharakter: trocken, sauber, tief
+ Gigantische Pegelreserven, klingt auch leise sehr gut
+ Durchschleif-Ausgänge, XLR + Cinch Eingänge
+ Brummfrei ohne Schutzerde“

Lesen Sie hier den gesamten Test