04. April 2019

AVID Ingenium Plug&Play: “Highlight” im Test von Stereoplay

“Klanglich setzte der AVID auf Drive und Spielfreude. Wir können ihm sowohl Rock- und Jazz- als auch Klassik-Tauglichkeit bescheinigen. Letztere zeigte er eindrucksvoll mit Händels „Messias“ unter Dirigent Colin Davis. Das Ergebnis war dynamisch und tonal völlig schlüssig, die Stimme des Tenors John Wakefield klang authentisch. Auch das Jazz-Trio Rymden transportierte der AVID sehr gelungen. Dan Berglunds Bass war hier klar der Favorit, was dem Album etwas sehr Rhythmisches gab.

Am meisten Spaß machte uns aber jede Art von Rock, sei es Death-Metal à la Death oder der lässige Rock von Lou Reed. Und wer seine Sorgen bezüglich der Tonabnehmerjustage mal ablegt: Arm und Laufwerk lassen hier noch einen Verbesserungsschritt zu.

Fazit
Der Ingenium Plattenspieler gibt jeder Art Musik das gewisse Etwas, bleibt immer ausgewogen und dynamisch. Ein weiter Raum öffnet sich, feinste Details weichen zuweilen der unbändigen Spielfreude und dem Drive.

Das liegt am Tonabnehmer, wer ihn gegen einen höherwertigen tauscht, profitiert von weiteren zwei Klangpunkten bei der Einstufung als Laufwerk/Tonarm. Der kräftige Motor verlangt nach einer stabilen Stellfläche. Die Handhabung erfordert, dass der Vinyl-Fan sich ganz dem haptischen Prozess widmet – ein intensives Erlebnis.

Bewertung
Messwerte: 8 Punkte
Praxis: 7 Punkte
Wertigkeit: 8 Punkte
Klang: 49 bzw. 51 Punkte
Preis/Leistung: überragend”

Download des gesamten Tests als PDF-Datei