01. April 2019

AVID Ingenium Plug&Play: “exzellente” Bewertung im STEREO-Test

“Selbst bei höherem Pegel aus den benachbarten Lautsprechern blieb die Performance sauber, straff und stabil, denn seine Elastomer-Füße entkoppeln den lngenium wirkungsvoll, und der Direktschall findet an ihm kaum Angriffsfläche und schon gar keine Hohlräume, die er zum Mitschwingen verleiten könnte. So bleiben dem Engländer Schwammigkeit und Ungenauigkeiten aufgrund äußerer Anregung fremd. Nur besonders pointierte S-Laute kommen etwas verzischelt. Hier stößt die sphärisch verrundete Nadel, die den oberen Lagen Attacke und Biss verleiht, an ihre Grenzen.

Andererseits verwundert es, zu welchen Höchstleistungen der AVID den einfachen MM-Abtaster treibt. Denn die Performance des lngenium Plug&Play war der Einstiegsklasse entwachsen, wirkte strukturiert, sensibel und reif. Dies auch und gerade in puncto einer differenzierten Rhythmik. Mehr als einmal kam uns die alte Linn-Weisheit in den Sinn, dass es vor allem das Laufwerk ist, das die Musik macht. Hier gilt sie!

Und das von zart bis hart. Zwar besitzt der AVID aufgrund seiner Frische, Direktheit und Unmittelbarkeit eine natürliche Affinität zu den fetzigeren Stilen in Pop, Rock und Jazz, entwickelte beim elegischen, klanglich fein austarierten ‚Les adieux‘ des Sebastian

Sternal Trios aber immerhin einen gewissen Sinn für introvertiertere Spielarten. So ist AVIDs lngenium Plug & Play ein Plattenspieler mit hohem und weiter ausbaubarem Potenzial — und somit einfach ‚ingenial‘!

Fazit
Ein minimalistischer Plattenspieler mit ultrastabilem Rückgrat, für die Preisklasse ungewöhnlich hochwertigem Tellerlager sowie einem präzise arbeitendem Antrieb. Die Kombination mit dem Rega-Tonarm und dem günstigen, aber tadellosen MM-Abtaster ist gelungen. Die Wiedergabe ist strukturiert, homogen und räumlich. Für diesen Preis ein echter Knüller.”

Download des gesamten Tests als PDF-Datei