04. Januar 2022

AVID Reference Ruby: Supertest des Tonabnehmers bei LP

„Bei einer Abschlussimpedanz von 100 Ohm und höher manifestiert sich die große Stärke des Reference Ruby am Eindrucksvollsten: sein überaus reichhaltiger, geschmeidiger und zum Sterben schöner Mitteltonbereich. Bläsersätze so geschmeidig, dass sie wie frisches Kiefernharz vom Weihnachtsbaum tropfen, mit ganz viel Gespür für feinste Nuancen, für Anblasgeräusche und perfekt ausschwingende Töne. Bestens zu hören auf dem wunderbaren Soul-Album ‚If Words Were Flowers‘ von Curtis Harding.

Liebe Freunde bezahlbarer Tonabnehmer, aber dieser hier, der klingt teuer. Und das meine ich als Kompliment. Das Reference Ruby hat diese königliche Finesse, dieses Selbstverständliche. Es ist dabei an keiner Stelle aufdringlich, es liefert einen festen, aber gefühlvollen Bass und fühlt sich auch mit den elektronischen Beats bei Curtis Harding pudelwohl. Gleiches gilt für den Hochtonbereich: fein abgezirkelt, aber keinesfalls in highendiger Poser-Manier vordergründig. Conrad Mas hat seinen Top-Abtaster ganz bewusst dahin getrimmt, dauerhaft angenehm und edel zu klingen.

So, dass man viel lieber noch eine Platte auflegen will, als noch eine andere Abschlussimpedanz auszuprobieren. In Sachen Abbildungsleistung dürfte das Reference Ruby ohnehin schwer zu schlagen sein, es liefert Klanglandschaften von epischer Größe, bläht die Einzelereignisse aber nicht ungebührlich auf. Ich glaube, das baue ich ganz schnell wieder aus, bevor ich ich mich noch an dieses Klangbild gewöhne.

Fazit
Conrad Mas hat bei seinem Top-Abtaster eine perfekte Wohlfühlabstimmung gefunden. Bei aller Auflösung und Dreidimensionalität klingt das Reference Ruby vor allem komplett und stimmig – ein Klangbild zum Hineinfallen.“

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