22. September 2022

QED Genenis Silver Spiral: Tuning-Tipp von i-fidelity.net

Das Online-Magazin i-fidelity.net testet im September 2022 das überaus hochwertige Lautsprecherkabel QED Genesis Silver Spiral und vergibt neben Bestnoten einen Tuning-Tipp:

„Kabel benötigen meist eine Einspielzeit, bis sie ihre volle Performance erreichen. Diese Zeit ist je nach Leitung unterschiedlich lang. Auch beim Genesis Silver Spiral lässt sich dieser Effekt beobachten, er ist aber nicht so ausgeprägt wie bei vielen anderen Kabeln. Beim Anschluss an die KEF LS50 Meta wird bereits deutlich, dass wir es hier mit einem außergewöhnlichen Lautsprecherkabel zu tun haben, das schon mit den ersten Tönen seine Qualitäten im Tief- und Mitteltonbereich offenbart. ‚What I Used To Play‘ ist ein Track von Sven Väth, der mit dem QED klingt, als ob ein Subwoofer angeschlossen worden wäre. Das Tieftonfundament profitiert von deutlich mehr Kraft und Kontrolle, während der Hochton in den ersten Stunden noch leicht angestrengt tönt. Doch das gibt sich später vollends. Nachdem das Silver Spiral dreißig Stunden Musik übertragen hat, geht es in die große Anlage, in der mit der KEF Reference 5 Meta ein Lautsprecher wartet, der Änderungen in der vorgeschalteten Kette deutlich aufzeigt.

‚Saturday Night In San Francisco‘ ist vierzig Jahre nach der ‚Freitagabend‘-Version, die sicher alle audiophil angehauchten Musikliebhaber in- und auswendig kennen, erschienen. Ein Glücksfall, denn bei allen naheliegenden Ähnlichkeiten gibt es eine ganze Reihe neuer Aha-Momente. Diese arbeitet das QED nicht nur enorm transparent heraus, sondern vor allem auch mit einem deutlichen Plus an hör- und spürbarer Plastizität. Vergleichskabel zeigen hier reduzierte Spielfreude, und nehmen wir eine einfache Vier-Quadratmillimeter-Stegleitung aus ebenfalls sauerstofffreiem Kupfer, dann umgibt die drei Gitarristen eine neblige Wolke, die Details und Vitalität einfach verschluckt. Herausragend ist die Art und Weise, wie das Silber Spiral den Raum aufspannt – das geben die KEF-Boxen in Perfektion wieder. Aber auch die Canton Vento 90 profitiert in der Raumabbildung vom Anschluss des QEDs. Ihre ohnehin vorhandene Fähigkeit, bis in die Tiefe sauber abzubilden, kommt mit dem Silver Spiral jetzt noch deutlicher zur Geltung.

Auch Klangfarben profitieren von der Genesis-Verbindung zwischen Verstärker und Lautsprecher, wie das nächste Stück eindrücklich zeigte. Auf ‚Mosaic‘, dem aktuellen Album der Brüder Roman und Julian Wasserfuhr, ist ihre Version von Nirvanas ‚Smells Like Teen Spirit‘ zu finden. Dass die Abbildung der Trompete auch mit einfachen Kabeln gelingt, ist kein Wunder, aber in welchem Maße der realistische Eindruck wächst, wenn das QED die Übertragung übernimmt, überraschte dann doch alle im Hörraum. Hinzu kommt eine Intensität beim Hören, die sich eben nicht nur über den Abhörpegel einstellt, sondern auch über das Maß an Energie, das transportiert werden kann. Selbst bei normaler Lautstärke spürt man die Kraft des Basses, und das ist die Art von klanglicher Faszination, um die es beim Musikhören geht.

Testergebnis

Das Lautsprecherkabel QED Genesis Silver Spiral ist ein absoluter Spitzenleiter: technisch aufwendig konstruiert, handwerklich makellos umgesetzt und im Ergebnis klanglich überragend. Niemand könnte sich angesichts dieses Leistungsspektrums über ein vierstelliges Euro-Preisschild beschweren. Doch selten sind Preis und Leistung im Kabelbereich so kundenfreundlich wie bei dieser Verbindung. Es bedarf übrigens keiner goldenen Ohren, keines Luxus-Audiosystems oder einer speziellen Musikauswahl, um den qualitativen Sprung mit dem Silver Spiral von QED zu erleben. Einzig die Warnung, es nach dem Ausprobieren nicht mehr herausgeben zu wollen, sei hiermit ausgesprochen. i-fidelity.net berichtet diesbezüglich aus eigener Erfahrung.

Klangqualität: überragend
Ausstattung: sehr gut
Verarbeitung: sehr gut“

Lesen Sie hier den gesamten Test