Strom. Das Thema, über das niemand reden will, aber alle sollten.

08. Mai 2026

Strom. Das Thema, über das niemand reden will – aber alle sollten.

Es ist eines dieser Themen, bei dem die Augen schnell glasig werden. Stromversorgung. Netzfilter. Impedanz. Klingt nach Elektrotechnik-Vorlesung, nicht nach Musikgenuss.

Dabei ist es vermutlich das Erste, worüber man nachdenken sollte – bevor man den nächsten Verstärker kauft, bevor man Kabel tauscht, bevor irgendetwas anderes. Keith Martin, der Mann hinter IsoTek ,  hat das in einem Interview mit The Absolute Sound sehr direkt auf den Punkt gebracht. Und wir fanden: Das gehört geteilt.


Das größte Missverständnis zuerst

Viele Leute glauben, ein Netzfilter würde die Dynamik einschränken. Die Musik klingt dann irgendwie… zahm. Kontrollierter. Weniger lebendig.

Keith Martin sagt: Das passiert. Aber nur dann, wenn das Gerät schlecht konstruiert ist. Ein richtig gemachter Filter tut das Gegenteil. Er liefert das, was das Stromnetz eigentlich liefern sollte – aber meistens nicht tut. Stabile Spannung. Niedrige Impedanz. Kein Rauschen. Und damit: mehr Dynamik, mehr Luft, mehr Musik.



Was steckt eigentlich im Netz?

Kurze Antwort: mehr als man möchte.

Das Netz ist keine saubere Sinuskurve. Es ist voller Hochfrequenzstörungen – Radiowellen, Schaltnetzteile, LED-Dimmer, der Nachbar mit seinem Gerätezoo. All das überlagert die 50-Hz-Kurve, und das Kabel in der Wand fungiert dabei munter als Antenne.

Was das klanglich bedeutet? Erhöhter Rauschboden. Weniger Auflösung. Bass, der irgendwie nicht richtig sitzt. Hochmitten, die auf Dauer anstrengen.

Man gewöhnt sich daran. Man merkt es erst, wenn es weg ist.


Was IsoTek macht – und warum es funktioniert

Keith Martin hat IsoTek Ende der 90er konzipiert, 2001 kam das erste Produkt. Seitdem ist die Kernidee gleich geblieben: Strom so aufbereiten, dass die Anlage ihr volles Potenzial entfalten kann. Nicht mehr, nicht weniger.

Kein Klangtuning. Kein Aufhellen oder Abdunkeln. Kein „wir machen das ein bisschen schöner“. Einfach sauber.

Was sich verändert hat: die Materialien, die Schaltungstopologien, die Fertigungstiefe. Und laut Martin ist da noch Luft nach oben. Die Physik setzt die Grenzen – und die sind noch nicht erreicht.


Was man wirklich hört

Das ist eigentlich die einzige Frage, die zählt.

Wir haben IsoTek schon in vielen Setups erlebt – bei Workshops, bei Händlern, auf Messen. Und jedes Mal ist es das Gleiche: Man hört es sofort. Der Raum öffnet sich. Instrumente stehen klarer im Bild. Der Bass macht endlich das, was er soll. Und man fragt sich, warum man das nicht früher ausprobiert hat.

Keith Martin beschreibt es im Interview so: Mehr Realismus. Mehr Körper. Mehr Dynamik. Mehr von dem, wofür man die Anlage eigentlich hat.


Wer Keith Martin ist – kurz

Bachelor in Industrial Design. Entwickelt IsoTek seit den 90ern. Handgefertigt in England. In über 45 Ländern, mehr als 100.000 Kunden. Und immer noch derjenige, der persönlich auf Messen auftaucht und Workshop um Workshop gibt – weil ihm das Thema wirklich am Herzen liegt.

Wer ihn schon mal bei einer Vorführung erlebt hat, weiß: Der Mann lebt das.

Und wer ihm dabei zuhören möchte wie er seine Geschichte erzählt kann auch gerne dem Video Podcast von HiFi Schluderbacher zuhören

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Probiert es aus. Euer Händler zeigt euch den Unterschied gerne live – und danach redet ihr auch über Stromversorgung. Direkt zum Händler —> Händlersuche


Das Interview mit Keith Martin erschien in der Herbstausgabe 2022 von The Absolute Sound.