09. Juni 2026

Canor Verto D4S & Virtus I4S: Fünf-Sterne-Test bei hifi.nl

Das niederländische Online-Magazin hifi.nl testet im Juni 2026 die neue Verstärker-D/A-Wandler-Kombination Canor Virtus I4S und Verto D4S:

„Trotz seiner flachen Bauart verfügt der Virtus I4S über ein Netzteil mit beachtlichen Reserven, darunter beeindruckende 40.000 µF pro Kanal an Kondensatoren zur Bewältigung von Stromspitzen. Das funktioniert, denn wenn bei ‚Stürmisch, schnell und sehr heftig‘ aus Wagners ‚Die Walküre‘ kurz ein heftiger Ausbruch kommt, bricht das Klangbild tatsächlich nicht zusammen. Es wird äußerst kompetent bewältigt, egal ob plötzlich ein Horn erklingt oder mit dem Cello tief in die Töne eingetaucht wird, einschließlich schöner ausklingender Klänge. Es ist sicherlich keine blasse Wiedergabe, hier steckt Emotion drin. Die verwendete Class AB-Technik sorgt für einen richtig knackigen Klang.

Vielleicht würde man erwarten, dass ein Unternehmen wie Canor, das so stark im Bereich der Röhrenverstärker tätig ist, für den Virtus I4S einen ‚Röhrensound‘ anstreben würde. Das ist jedoch nicht der Fall: Der Canor-Verstärker ist klanglich recht ausgewogen, mit nur etwas leichter Wärme, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Aber so sind die Röhrenmodelle eigentlich auch.

Da ich den Verto D4S und den Virtus I4S zusammen erhalten habe, lag es nahe, beide als System zu betrachten. Das muss aber natürlich nicht sein. Der Virtus I4S ist auch als eigenständiger Verstärker sehr interessant. Es handelt sich um eine vollständig analoge Konstruktion, sodass man ausschließlich analoge Quellen anschließen kann.

Dass der Virtus I4S über einen Phono-Eingang verfügt, der sowohl für Moving-Magnet- als auch für Moving-Coil-Tonabnehmer geeignet ist, ist in dieser Preisklasse schon ziemlich ungewöhnlich. Canor – das selbst schon seit Jahren Phono-Vorverstärker baut – geht jedoch noch einen Schritt weiter. Über die Fernbedienung kann man auch die Lastwerte anpassen, was bei einem Vollverstärker selten möglich ist.

Fazit
Mit dem Verto D4S und dem Virtus I4S präsentiert Canor eine Kombination, die trotz einer anderen technischen Basis perfekt zu den oft teureren Röhrengeräten der slowakischen Marke passt. Der DAC ist vielseitig und klingt lebendig und angenehm, während der Virtus-Verstärker ebenfalls einige starke Trümpfe in die Waagschale wirft. Besonders hervorzuheben ist der integrierte Phono-Verstärker.

Beide Geräte haben nicht nur musikalisch viel zu bieten, auch das Foundation-Design ist ein echter Blickfang. Gleichzeitig ist der Slimline-Look modern-minimalistisch und die Verarbeitungsqualität erstklassig, sodass diese Geräte dem Wohnzimmer einen Hauch von Luxus verleihen. Das Design zieht durch seine Eigenwilligkeit die Aufmerksamkeit auf sich, was jedoch nicht bedeutet, dass die Klangqualität an zweiter Stelle stand.

Pro
+ Einzigartiges und schönes Design
+ HDMI-ARC am DAC
+ Hervorragende MM/MC-Phono-Stufe mit einstellbaren Parametern
+ Kraftvoller, feiner Klang
+ Mehr Leistung, als man vielleicht denkt
+ Verarbeitungsqualität

Kontra
– Noch kein passender CD-Player verfügbar
– Lieber ein All-in-One-System als einen All-in-One-Verstärker“

Canor Virtus I4S:

Canor Verto D4S:

Lesen Sie hier den gesamten Test in Niederländisch Händlersuche