27. Februar 2026

Canor TP101 A30: „Einer der besten Röhrenverstärker – so muss Röhre klingen“

Das Fachmagazin für analoges HiFi & Vinyl-Kultur LP testet in seiner Ausgabe 2/2026 den Jubiläums-Röhrenvollverstärker Canor TP101 A30. Im Fazit schreibt Chefredakteur Holger Barske: „Der Canor zählt zu den besten Röhrenverstärkern, die mir je untergekommen sind“:

„Ich habe den Canor sowohl mit einer großen alten JBL (L300) als auch mit einer kleinen alten JBL (4301B) betrieben. An beiden Lautsprechern macht er eine sensationell gute Figur. Das Gerät ist klanglich weit weg von jeder Profanität, die ich eigentlich befürchtet hatte. Der Canor spielt voluminös, aber trotzdem extrem behende und leichtfüßig.

Zum Beweis dessen trug ein wunderschöner alter Smashing Pumpkins-Klassiker bei: Das 1998er Album ‚Adore‘ halte ich für mit das Beste, was Billy Corgan und Truppe je veröffentlicht haben. Bereits der Einstieg ‚To Sheila‘ zeigt auf, wo die Reise langgeht: Corgans Stimme steht völlig frei im Raum; groß, präsent und weit vorne, mit geradezu beängstigender Präsenz. Die sparsame Instrumentierung ist wunderbar aufgeräumt um das Organ des Chefs verteilt – so muss das klingen. Dass der Canor hervorragend mit den 15″-Bässen der L300 klarkommt, beweist das nachfolgende ‚Ava Adore‘ mit Nachdruck: Die elektronisch erzeugten Schlagzeugparts stehen wie angenagelt und knüppel-trocken im Raum. Ganz erstaunlich für ein Pärchen EL34 pro Kanal. Rickie Lee Jones demonstriert auf ‚It’s like this‘ ebenfalls eindrücklich, dass sich eine Gesangsstimme perfekt vom Rest des Universums lösen kann und als Zentrum einer atmosphärisch enorm dichten, ausladenden Wiedergabe fungieren kann – großartig.

Messtechnik-Kommentar
Auch messtechnisch zählt der TP101 A3o zu den besten Röhrenverstärkern, die wir je in den Händen hatten. Der schnurgerade und perfekt kanalgleiche Frequenzgang reicht bis rund 70 Kilohertz, die Ausgangsübertrager verabschieden sich am oberen Ende des Übertragungsbereiches perfekt friedlich – so macht man sowas. Das Gerät misst sich an acht und vier Ohm praktisch identisch; der Fremdspannungsabstand bei einem Watt beträgt beeindruckende 90 Dezibel (A), die Kanaltrennung 86,3 Dezibel (A), der Klirr 0,09 Prozent. Es steht eine Ausgangsleistung vonm ziemlich exakt 40 Watt zur Verfügung, die Verzerrungen steigen erst kurz vor der Aussteuerungsgrenze nennenswert. Das Gerät verbraucht im Leerlauf rund 121 Watt Strom.

Fazit
Ganz einfach: Der TP101 A30 zählt zu den besten Röhrenverstärkern, die mir je untergekommen sind. Er spielt überragend leicht, atmosphärisch und traumhaft schön. So muss Röhre klingen.“

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