19. Juni 2026

Canor Virtus A3 im Fidelity-Test: „Hat in seiner Preislage klanglich kaum Konkurrenz zu fürchten“

Das Fachmagazin Fidelity testet in seiner im Juni 2026 erschienenen Ausgabe Nr. 86 den Canor Tausendsassa Virtus A3 und bescheinigt dem Gerät eine hohe Klangqualität gleichermaßen für dessen Phonostufe, DAC und Kopfhörerverstärker:

„Mich erstaunte die Souveränität, mit der der A3 ein perfekt sortiertes Klangbild aufbaute. Auf absolut ruhigem Hintergrund wurden die Klangereignisse klar voneinander abgegrenzt und in glaubwürdigen Dimensionen dargestellt. Das Resultat: ein leicht zu erfassendes, äußerst plastisches Bühnenbild. […] Auch den künstlich generierten Raum von Pop-Produktionen konnte ich problemlos nachvollziehen. Ein nostalgischer Ausflug in die späten 60er/frühen 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts geriet mit dem Virtus zu einem abendfüllenden Vergnügen. Jimi Hendrix’ Electric Ladyland wuchtete der Amp mit Kraft und Kontur in den Hörraum, genauso gehört sich das. Aber auch mit den filigranen Tönen der Folkrock-Band America wusste er bestens umzugehen.

Dass der A3 trotz dieses Wohlklangs kein ausgesprochener Schönfärber ist, musste ich bei Crosby, Stills & Nash feststellen: Das war und blieb eine gnadenlos schlecht produzierte Scheibe (jedenfalls mein Re-Release hiervon). All das bisher Gehörte fand über das Ortofon MC X40 im TW 12.9 und den internen Phono-Pre den Weg in meine Gehörgänge. Diesem kann ich nur eine hervorragende Klangqualität bescheinigen – um eine ernsthafte Verbesserung zu erzielen, muss man sicherlich recht tief in die Tasche greifen.

Das Gleiche gilt für den DAC, dem mein Michi Q5 als Zuspieler diente. Die Klangunterschiede zwischen den verschiedenen Filtereinstellungen empfand ich als relativ gering. Letztendlich habe ich mich für den ‚Hybrid-Filter‘ entschieden. Die Fähigkeit des A3, die Grundtonalität der Instrumente sauber darzustellen und nicht durch eine Überzeichnung von Griffgeräuschen oder unverhältnismäßiges Hochtongezwitscher zu überdecken, gefiel mir sehr gut. Diese Ausgewogenheit der Wiedergabe fühlt bzw. hört sich angenehm natürlich an. Dabei werden keinesfalls Details unterschlagen, sie werden nur proportional korrekt im Kontext eingebettet.

Das, und die schon beschriebene räumliche Darstellung, sind meines Erachtens die Gründe für den angenehmen Klang des Virtus A3. Obwohl der Verstärker aufgrund seiner recht kräftigen Endstufen mit den entsprechenden Lautsprechern in der Lage ist, Partys zu beschallen, denke ich, dass er besonders Freunde subtiler Klangnuancen und feiner Töne ansprechen wird. Seine Vollausstattung lässt ihn zur Basis eines auf wenige Geräte reduzierten audiophilen Setups werden. Klanglich hat er in seiner Preislage kaum Konkurrenz zu fürchten. Das gilt in besonderem Maß, da seine Phonostufe, der DAC und der Kopfhörerverstärker auf Augenhöhe agieren.“

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