In seiner im August erschienenen Ausgabe 5/2026 testet das Magazin für analoges HiFi & Vinylkultur LP die Vollverstärker-Wandler-Kombination der Canor Foundation Line namens Virtus I4S und Verto D4S. Der Autor schreibt im Fazit: „Die beiden eleganten und preislich attraktiven neuen Canor-Geräte sind aus meiner Sicht perfekte Produkte“:
„Damit das gleich mal geklärt ist: Der DAC klingt in Kombination mit dem Vollverstärker maximal analog, also maximal natürlich und richtig, richtig gut. Ich habe mein CD-Laufwerk an den Verto D4S angeschlossen und Anouar Brahems Souvenance eingelegt. Björn Meyers unvergleichlicher E-Bass klang satt, weich, federnd, einfach herrlich. Das ist ein feiner, fast zarter Klang, einer für Freunde der Röhre – kann das denn Zufall sein? Nicht, dass Röhrenverstärker unbedingt immer fein und zart klingen. Aber dieser Transistorverstärker und sein Wandler-Buddy sind Lichtjahre von der Idee eines möglicherweise harschen Transistorklangs entfernt. Mir ist übrigens die sehr feinfühlig regelbare Lautstärke positiv aufgefallen und dass der DAC, wie schon erwähnt, mit dem Optimal Transient Filter am luftigsten, tatsächlich am elegantesten klingt.
Aber jetzt ist natürlich die Phonosektion dran. Ich lege mit Archie Shepps ‚True Ballads‘ eine meiner edelsten Scheiben vom japanischen Venus Records Label auf. Die klingt sehnig, sonor, satt, dabei nie aufgedickt, sondern strukturiert und luftig. Mich erstaunen die Mikroauflösung und -dynamik gleichermaßen.
Aber auch grobe Dynamiksprünge meistert der Virtus I4S mit Leichtigkeit und der musikalische Fluss bleibt immer erhalten. Das heißt, ich kann mich jederzeit ganz auf die Musik einlassen, ohne von Technik belästigt zu werden. Natürlich kann man hier Vergleiche anstellen und sicher noch bessere externe Phonolösungen und Übertrager anführen. Aber darum geht es nicht. Es geht um einen klassenüberspringenden, stimmigen, musikalisch befriedigenden Klang. Habe ich schon den Raum erwähnt? Der macht jeden Raumgedanken vergessen und ermöglicht Musik im Raum ohne Begrenzungen. Studiolike sozusagen. Und was ich oben schon angesprochen habe, wird hier überdeutlich: Ob ich analog oder digital höre, spielt klanglich praktisch keine Rolle. Beide Optionen klingen gleichermaßen hervorragend, gleichermaßen natürlich.
Fazit
Die beiden eleganten und preislich attraktiven neuen Canor-Geräte sind aus meiner Sicht perfekte Produkte, die bei mir nie den Wunsch nach mehr aufkommen lassen. Selbst die integrierte Phonostufe ist hervorragend.
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