1.275 Kilometer Richtung Osten – und jede Menge Schnee
Anfang des Jahres zog es uns in die verschneite Slowakei: Ein Besuch bei Canor Audio in Prešov stand auf dem Programm. Bevor es losging, war die Wetterapp der erste Pflichtcheck – Straßenzustand, Schneehöhe, Temperaturen.
Gemeinsam mit Karl-Heinz Fink von epos loudspeakers legten wir die Strecke über zwei Tage zurück: durch Polen, vorbei an Breslau (Wrocław) und Krakau, schließlich über das verschneite Tatra Gebirge – insgesamt 1.275 Kilometer. Ein kleiner Fun Fact für Reisebegeisterte: Die Tatra ist das kleinste Hochgebirge der Welt, aber gleichzeitig das höchste der Karpaten.
In Prešov selbst lag die Stadt unter einer dicken Schneedecke; morgens hüllte ein eisiger Nebel die Straßen ein. Gut, dass wir uns größtenteils drinnen aufhielten: Canor Audio betreibt zwei Standorte – das Bürogebäude mit Entwicklung etwas außerhalb der Stadt und die Fertigung nur wenige Minuten davon entfernt.
Fun Fact: Prešov zählt zu den ältesten Städten der Slowakei und liegt auf rund 250 Metern Höhe im Tal des Flusses Torysa. Historisch ein wichtiger Knotenpunkt auf alten Handelsrouten zwischen West und Osteuropa.

Morgens in Polen

Unterwegs

Tatra
Schulung durch die Entwickler: Foundation Line und TP101
Im Mittelpunkt des Besuchs standen zwei Produkte: die neue Foundation Line und der TP101; Ein Röhrenvollverstärker, der Canors Philosophie zwischen Tradition und moderner Bedienbarkeit besonders gut verkörpert.
Gleich zu Beginn gab es eine intensive Schulung durch das Entwickler- und Ingenieurteam. Wir erfuhren direkt von den Köpfen hinter den Geräten, wie technische Entscheidungen entstehen, welche Kompromisse bewusst eingegangen werden, welche Designprinzipien angestrebt und eingehalten werden. Das ist ein Einblick, den kein Datenblatt oder Online Meeting liefern kann.
Fun Fact zu Röhrenverstärkern: Röhren erzeugen beim Übersteuern hauptsächlich geradzahlige Obertöne; Das menschliche Gehör empfindet das als angenehm warm. Transistorverstärker erzeugen dagegen ungeradzahlige Obertöne, die härter klingen. Deshalb schwören viele HiFi Enthusiasten auch heute noch auf Röhrentechnik.
Neben den Produktschulungen standen auch erste Gespräche über kommende Veranstaltungen an. Darunter die High End in Wien, wo Canor Audio und epos loudspeakers gemeinsam einen Raum bespielen werden. Als Vertrieb von Canor Audio und epos loudspeakers für D, Nl und B freuen wir uns besonders auf diese Gelegenheit, die neuen Produkte unserem Publikum (Fachhandel, Endkonsumenten) live vorzustellen.

FOUNDATION LINE Black
Abendstimmung in Prešov von Canor Audio aus


TP101
Tag 2: Einblick in die Fertigung
Am zweiten Tag besuchten wir nach einem weiteren Meeting die Fertigungsstätte. Über 8.000 m² auf zwei Standorte verteilt. Dort konnten wir Bauteile des Virtus A3, des CD Spielers Gaia und des TP101 in verschiedenen Fertigungsstufen begutachten. Was auffällt: Canor fertigt konsequent vertikal, von der CNC Bearbeitung über die hauseigene Eloxierung bis zur finalen Hörkontrolle passiert alles unter einem Dach. Präzision ist hier keine Marketingformel, sondern sichtbare Realität.
Fun Fact zur Qualitätssicherung: Canor Audio entwickelt seine Röhrentestgeräte selbst – BT-1, TTM-1 und Aladdin heißen die hauseigenen Systeme, mit denen jede einzelne Röhre nach strengen Kriterien selektiert und gematcht wird, bevor sie in ein Gerät eingebaut wird. Was nicht besteht, kommt nicht rein.
Fun Fact zu CMT: Fun Fact zu CMT: Canor Audio hat mit CMT eine hauseigene Leiterplatten-Frästechnologie entwickelt. Laut Canor bringt diese Technologie den Verlustfaktor (loss tangent) der Leiterplatte näher an den von Luft heran. Gerade in hochohmigen Röhrenschaltungen soll das parasitäre Verluste reduzieren. Nach Angaben von Canor erreicht CMT damit Parameter auf dem Niveau hochwertiger „wire-to-wire“- beziehungsweise Punkt-zu-Punkt-Verdrahtung mit PTFE-/Teflon-isolierten Drähten, bei zugleich reproduzierbarer Geometrie und besserer Skalierbarkeit in der Fertigung.
Davor hatten wir die Gelegenheit, im Hörraum die neuen Produkte in Aktion zu erleben und ein Gruppenfoto zu schießen, das die Reise gut zusammenfasst.
Den Abschluss bildete ein lockeres gemeinsames Mittagessen, bevor wir am nächsten Morgen die Rückfahrt antraten. Diesmal in einem Stück durch Polen zurück nach Hause.

Fertigung FOUNDATION LINE

Von Links nach Rechts; Christian Stamms, Uwe Kuphal, Martin Klaassen, Ivan Bosnovic, Karl-Heinz Fink, Igor Ovad. Christina Stamms-Klaassen und Zdeňek Březovják

Aufstellung im Hörraum
Fazit: Canor Audio = Handwerk mit Haltung
Der Besuch bei Canor Audio in Prešov hat uns als Vertrieb noch einmal klar gezeigt, was hinter den Produkten steckt: ein Team mit klarer Haltung zu Klang, Verarbeitung und Langlebigkeit. Die Foundation Line und der TP101 sind keine schnellen Marktneuheiten, sie sind das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses, der Kompromisse bewusst vermeidet.
Das gibt uns die Grundlage, Canor Audio in Deutschland, Niederlande und Belgien nicht nur zu vertreten, sondern mit echten Geschichten dahinter zu präsentieren. Und die fangen manchmal eben bei 1.275 Kilometern durch den Schnee an.

Fertigungshalle

Zdeňek Březovják bei der Arbeit

Headquater

Blick aus dem Fenster von Canor Audio 18.01.2026
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