23. Januar 2026

Canor Gaia C2: erster Test des DAC mit CD-Spielers – und gleich in der Referenzklasse

Im lite-magazin.de erscheint im Januar 2026 der erste Test des brandneuen High End-CD-Spielers Canor Gaia C2. Die Redaktion lobt die Natürlichkeit und Musikalität des Geräts und sortiert es direkt in die Referenzklasse ein:

„Über dem Laser dreht sich Daft Punks ‚Discovery‘, wobei der Gaia C2 zunächst einmal eine große Bühne aufzieht, die erfreulich weit oben im Raum angesetzt ist und gut ausgenutzt wird. Dazu überrascht der DAC dann mit einer unerwartet facettenreichen Darstellung des Bassbereichs. Hier steht weniger die reine Kraft im Vordergrund, als vielmehr die Feindynamik. Gleichzeitig besitzt die Bassline eine schöne Körperhaftigkeit, wirkt definiert, aber macht besonders durch ihren smoothen Flow auf sich aufmerksam. Bei ‚Aerodynamic‘ geht es mit dem Bass dann bis weit in den Frequenzkeller hinab, es gibt noch etwas mehr Kraft aber auch hier bleibt der lässige Fluss des Beats klar erhalten. Bei Mitten und Höhen zeigt sich dann die feine Auflösung, die Laufwerk und DAC an den Tag legen. […]

Grundlage für die schöne Räumlichkeit des DACs ist dabei auch der sehr dunkle Hintergrund, vor dem die Musik eine tolle Plastizität erhält. Dazu wirkt alles sauber definiert und differenziert. Das Spiel hat Kraft, Dynamik und wirkt stets kontrolliert. Grundsätzlich kommt bei der CD-Wiedergabe – trotz elektronischer Musik – aber bereits die angesprochene Natürlichkeit des Gerätes zum Vorschein. Der Gaia C2 bringt eine gewisse Gelassenheit mit sich, wirkt eher seidig und analog, ohne seine recht neutrale Tonalität ins Warme abdriften zu lassen. Musikalischer Fluss steht hier eher im Fokus, als knallharter Attack. An Punch lässt es der CD-DAC deswegen aber nicht mangeln.

Nach der CD folgt für den Gaia C2 aber der Wechsel zum USB-Eingang und dem angeschlossenen Streamer. Der Klangcharakter des DACs wartet erneut mit toller Plastizität und Räumlichkeit auf. Gerade das Klavier tritt mit fülligem Körper nach vorne, bereichert um die kernigen Drums und die frischen Becken, die ebenso dynamisch in den Raum gefahren kommen. Die Bassdrum im speziellen wirkt dabei spürbar straff und druckvoll. […]

Der Sound des Canor steht, gerade mit aktiviertem ‚Dynamic‘ Filter allerdings keineswegs nur sachtem Jazz und orchestraler Klassik gut. ‚…Like Clockwork‘ der Queens of the Stone Age intoniert der DAC mit wuchtig satten Basssaiten, die mit tollen Details unterlegt werden. Und mit Ariel Pococks Cover von ‚Someone like you‘ in HiRes zaubert der DAC eine zarte Stimme hervor und kombiniert sie mit sachte gezupften Gitarren und einem plastischen Klavier, zu einer verträumt-relaxten Zurschaustellung seiner audiophilen Qualitäten.

Fazit
Der Canor Gaia C2 ist ein DAC, der sein Publikum nicht mit brachialer Dynamik und filigransten Kleinigkeiten erschlagen will. Er verschreibt sich hingegen vollständig der Musik als großem Ganzen, setzt auf Natürlichkeit und lässt seine Zuhörer im Fluss der Musik mitschwimmen. Dabei nutzt er seine Röhren für ein perfekt abgepasstes Maß an Wärme, ohne dabei an Präzision oder Klarheit einzubüßen. Das gelingt ihm sowohl bei der CD-Wiedergabe, wie auch bei der Übertragung von HiRes-Signalen über seine gut gewählten Anschlussmöglichkeiten. Darüber hinaus wissen auch seine hochwertige Fertigung und sein ansprechendes, modernes Design zu gefallen. Digitale Datenströme verwandelt der Gaia C2 wieder in echte Musik. Den Namen der mythologischen Ur-Mutter der Natur trägt er damit vollkommen zu Recht.

Bewertung
Klang: 99 von 100
Praxis: 99 von 100
Ausstattung: 99 von 100
Preis/Leistung: sehr gut

Pro
+ hochwertige Verarbeitung
+ modernes Design
+ musikalischer Klang
+ schöne Räumlichkeit
+ gute Plastizität
+ natürliches Timbre

Kontra
– Filter nicht per Fernbedienung einstellbar
– Druckpunkte der Tasten eher schwammig“

Lesen Sie hier den gesamten Test Händlersuche