23. März 2026

Canor Virtus I4S & Verto D4S: „ein echtes Ausrufezeichen in der Oberklasse“

Die Redaktion des Online-Magazins lowbeats.de knöpfte sich im März 2026 den Vollverstärker Virtus I4S und den D/A-Wandler Verto D4S aus Canors nagelneuer Foundation-Serie gründlich vor und zeigte sich vor allem aufgrund deren „sehr feinen Klangs“, des „genialen Bedienkonzepts“ und der „exzellenten Verarbeitung“ überaus begeistert:

„Die beiden Komponenten der Foundation-Serie lassen sich über die beiliegende System-Fernbedienung oder direkt am Gerät selbst steuern. Den Multifunktionsknopf des Virtus I4S haben wir schon vorgestellt, am D/A-Wandler nutzt man das große Touch-Display. Hier lassen sich unter anderem die Quellen anwählen und die acht unterschiedlichen Digitalfilter einstellen. Natürlich haben wir alle Filter ausprobiert: Die Unterschiede sind hörbar, aber eher gering. Am Ende landeten wir (wie auch bei vielen anderen DACs, die verschiedene Filter anbieten) bei ‚Minimal Phase Fast‘. Aber den Klangcharakter des Wandlers bestimmen eher die potente Bestückung und der durch und durch konsequente Aufbau.

[…]

Wir hatten ja schon etliche Canor-Komponenten im Test und waren immer begeistert. Zugegeben: Das waren fast ausnahmslos Röhren-Modelle und durchweg deutlich teurer. Und dennoch lassen sich – wie auch bei der Phonostufe – durchaus große Ähnlichkeiten zu den Röhren-Boliden entdecken. Das gilt vor allem für den Verstärker, der wunderbar harmonisch und gleichzeitig druckvoll aufspielte. Die Darstellung großer Orchester über die Dynaudio Heritage Special etwa war sowohl von der Natürlichkeit des Tons als auch von der plastischen Darstellung her schlicht verzückend.

In der mittlerweile gar nicht mehr stark besetzten Vollverstärker-Preisklasse zwischen 2.000 – 3.000 Euro setzt sich der Canor daher nicht nur wegen der gediegenen Optik ab – sondern auch dank jeder Menge klanglicher Raffinesse. […] Wobei sich in den Hörtests der Canor bei uns letztendlich doch [gegen die Konkurrenz] durchsetzte, weil er Stimmen mit noch etwas mehr Ausdruck zelebrierte oder bei besonders guten Aufnahmen den Raum noch ein Stückchen weiter aufzog und die Umrisse der einzelnen Instrumente noch etwas prägnanter zeichnete. Ein wirklich audiophiler Vollverstärker.

Fazit
Verarbeitung, Haptik und nicht zuletzt der klangliche Auftritt: Die kleine Manufaktur Canor tritt an, mit der neuen Foundation-Linie ein echtes Ausrufezeichen in der Oberklasse um 2.500 Euro zu setzen. Wobei der Ausdruck „kleine“ Manufaktur in die Irre führt, denn Canor ist als Marke zwar nicht sehr groß, hat aber eine der größten Fertigungen von HiFi-Komponenten in ganz Europa – immerhin entstehen hier auch einige Mitbewerber-Produkte. Und nur so lässt sich auch der hohe Aufwand und der vergleichsweise günstige Preis der neuen Komponenten erklären.

Der Vollverstärker wird so zu einer echten Ansage, zu der es gar nicht so viele ähnlich gute Alternativen gibt. Der DAC ist ebenfalls ziemlich gut, aber nicht in dem Maß herausragend wie der Vollverstärker. Wenn man sich allerdings schon für den Vollverstärker und somit für die Foundation-Design-Linie entschieden hat, drängt sich der Verto D4S natürlich auf. Denn wie gesagt: Auch er spielt er im Kreise der Klassen-Besten souverän mit. Seine klangliche Natürlichkeit und die Filter-Vielseitigkeit sind starke Argumente für ihn. Wie natürlich auch die hervorragende Verarbeitung, die außergewöhnlicher Optik und die pfiffige Bedienbarkeit der eleganten Flachmänner. Und wie man hört, soll die Linie zeitnah auch noch ausgebaut werden. Auch das spricht für Foundation…

+ Elegant-dynamischer, detailreicher Klang
+ Acht verschiebbare Digitalfilter
+ Touch-Display
+ exzellente Verarbeitung, flache Bauweise

+ natürlicher, sehr feiner Klang
+ geniales Bedienkonzept
+ exzellente integrierte Phonostufe
+ tolle Verarbeitung“

Lesen Sie hier den gesamten Test Händlersuche